2017/03/03 - Fasten gut für die Gesundheit

Neuere Labortests mit Mäusen haben gezeigt, dass Fasten eine positive Auswirkung auf die Gesundheit haben kann. Fasten heißt, dass man eine kürzere Zeit lang nur sehr wenig Nahrung und Flüssigkeit zu sich nimmt. Dies kann 24 Stunden oder einige Tage lang dauern. Die Tieruntersuchungen ergaben, dass Mäuse, die jeden zweiten Tag nichts zu fressen bekamen, besser vor Diabetes geschützt waren als Mäuse, die jeden Tag futterten. Die Qualität des Futters spielte dabei keine Rolle. Entscheidender war der Rhythmus, nach welchem die Tiere zu fressen bekamen. Diejenigen Mäuse, die unkontrolliert Nahrung zu sich nehmen konnten, hatten nach 100 Tagen ein deutliches Übergewicht und erhöhte Blutzuckerwerte. Die regelmäßig fastenden Mäuse wogen hingegen 28 Prozent weniger und zeigte keinerlei gesundheitlichen Probleme.

Ärzte und Forscher erhoffen sich von den Erkenntnissen zum Essen-Fasten-Rhythmus positive Auswirkungen auf das Essverhalten der Menschen. Intervall-Fasten - wie die neue Diätmethode heißt - könnte beim Reduzieren des Gewichts helfen. Diabetesforscher finden, dass ein bisschen Hunger zwischendurch nicht schadet, sondern durchaus günstige Effekte hat. Beim Fasten springt nämlich ein Selbstreinigungsprogramm der Körperzellen an. Es hießt Autophagie, was so viel bedeutet wie Selbstverdauung. Der Japaner Yoshinori Oh-sumi hat für die Erforschung der Autophagie im vergangenen Jahr den Nobelpreis für Medizin erhalten. Noch weiß man zu wenig darüber, ob man Fasten als Quelle für die ewige Jugend betrachten kann. Sicher scheint aber eins: Es kann helfen, Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs vorzubeugen.

http://www.swr.de/swr2/wissen/intervall-fasten/-/id=661224/did=18841172/nid=661224/y5mr6t/index.html
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/fasten-abnehmen-ia.html
http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Gesund-abnehmen-mit-Intervall-Fasten,fasten224.html

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