2016/07/22 - 6000 Festnahmen nach gescheitertem Putschversuch

Die türkische Regierung kündigte harte Reaktionen gegen die Personen an, die sie für den vereitelten Putschversuch in der Nacht vom 15. Juli verantwortlich macht. Es wurden an dem Wochenende bereits 6.000 Menschen verhaftet, in erster LInie Militärs und Juristen. Unter den Verhafteten befinden sich Verfassungsrichter, Anwälte und ranghohe Offiziere. Darüber hinaus wurden 8.000 Polizisten suspendiert. Sie werden verdächtigt, in den gescheiterten Putschversuch von Freitagnacht involviert gewesen zu sein. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan kündigte an, "in allen Behörden des Staates den Säuberungsprozess von diesen Viren fortzusetzen". Er will mit aller Härte gegen diejenigen vorgehen, die unter den Verdacht fallen, ein Verbrechen begangen zu haben. Die Verdächtigen werden beschuldigt, Mitglied in einer terroristischen Organisation zu sein und sich am Putschversuch beteiligt zu haben. Ihnen wird vorgeworfen, die Regierung der Türkischen Regierung mit Gewalt stürzen zu wollen. Erdogan sprach auch über eine mögliche Wiedereinführung der Todessstrafe. Dieser Schritt würde allerdings das Ende der EU-Beitrittsverhandlungen bedeuten.

Die Zahl der Festnahmen erhöhte sich nach Regierungsangaben vom Sonntag auf 6.000 und werde sich noch erhöhen, wie Justizminister Bekir Bozdag sagte. "Das juristische Verfahren geht weiter." Beim Putschversuch sind mindestens 290 Menschen gestorben und mehr als tausend verletzt worden. Präsident Erdogan meldete sich mittels einer live über Handy übertragenen Videobotschaft und rief seine Anhänger dazu auf, Widerstand zu leisten und für die Demokratie auf die Straße zu gehen. Die Regierung meldete in der Nacht zu Samstag, den Putschversuch abgewendet zu haben.

Quellen: spiegel.de, welt.de, orf.at, tagesschau.de, kurier.at, blick.ch, n24.de

0/5 Herzen (0 Stimmen)

Ihr Kommentar

Kommentar von newsticker-deutsch.net |

Sehr geehrte BesucherInnen,
wir bieten kein Forum für politische Diskussion an. Die Zielsetzung des Blattes ist auch nicht, dass LernerInnen Stellung zu den Ereignissen in der Türkei nehmen. Unser Anliegen ist, dass sich LernerInnen über bürgerliche Werte, über bürgerliches Selbstbewusstsein sprechen und über die Zukunft einer friedlichen Welt nachdenken.
Wir bitten Sie, dies bei Ihren Kommentaren zu berücksichtigen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Das newsticker-deutsch.net - Team

Zurück