2017/06/12 - Die USA kündigen Pariser Klimaabkommen

Eine echte Überraschung war es nicht, dennoch ist die Weltöffentlichkeit durch die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump geschockt, aus dem Pariser Klimaabkommen auszusteigen. Das Abkommen wurde von 195 Ländern unterzeichnet und sieht vor, ab 2020 den Treibhausgasausstoß weltweit zu verringern. Trumps Schritt hat sowohl die Mehrheit der Amerikaner als auch zahlreiche Geschäftsführer erschüttert. Der Tech-Milliardär und Star-Unternehmer Elon Musk hat seine Beratertätigkeit für den US-Präsidenten gekündigt. "Der Klimawechsel ist real. Das Pariser Abkommen zu verlassen ist weder gut für Amerika noch für die Welt", twitterte Musk. Auch der Geschäftsführer von Disney, Robert Iger hat seinen Posten aufgegeben. Hunderte Konzerne - darunter Apple, Facebook, Microsoft, Morgan Stanley und selbst der Ölkonzern ExxonMobil - haben sich für das Klimaabkommen ausgesprochen.

Auch Staats- und Regierungschefs übten scharfe Kritik an dem Beschluss des US-Präsidenten. Der französische Staatschef Emmanuel Macron sagte in einer Fernsehansprache: "Beim Klima gibt es keinen Plan B, weil es keinen Planeten B gibt". Als Abschluss seiner Rede formulierte er Trumps Wahlslogan "Make America great again" in "Make our planet great again" um - "Macht unseren Planeten wieder großartig".

Trump hatte bereits im Wahlkampf angekündigt, aus dem Klimaschutzabkommen aussteigen zu wollen und Arbeitsplätze in der Kohleindustrie zurückzubringen, um dadurch die amerikanische Wirtschaft anzukurbeln. Er hatte in seinen Reden den menschengemachten Klimawandel als Erfindung bezeichnet. Das Pariser Abkommen gehe einseitig zu Lasten seines Landes und koste dort Jobs, so hatte Trump seine Entscheidung begründet. Mit der Ankündigung steht nun Amerika weitgehend isoliert da.

http://www.manager-magazin.de/koepfe/pariser-klimaabkommen-elon-musk-droht-donald-trump-a-1150199.html
http://teslamag.de/news/pariser-klimaabkommen-elon-musk-beratertaetigkeit-14354
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-06/weltklimavertrag-donald-trump-weisses-haus

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