2015/02/13 - Rosenmontagszug in Köln ohne Charlie-Hebdo-Wagen

Der Rosenmontagszug ist der Höhepunkt des Karnevals in Köln. Die sogenannten "drei tollen Tage" sind ein ausgelassenes Fest für alle Menschen ohne Ausgrenzung jeglicher Art. Über eine Million Menschen bejubeln jedes Jahr den Rosenmontagszug, der durch die Innenstadt zieht. Es fahren immer Prunk- und Persiflagewagen mit. Letztere befassen sich mit populären und aktuellen Themen aus Politik, Sport, Wirtschaft, Gesellschaft und Kölner Stadtleben. Mit beißendem Spott werden Auswüchse angeprangert.

Dieses Jahr wollten die Veranstalter auch einen Persiflagenwagen einbringen, der das Massaker in Paris in den Blick nimmt. Über die Entwürfe zu diesem Wagen wurde im Internet abgestimmt. Aber es wird trotzdem kein Charlie-Hebdo-Wagen mitfahren. In der Presseerklärung des Komitees heißt es: "Wir möchten, dass alle Besucher, Bürger und Teilnehmer des Kölner Rosenmontagszuges in Köln befreit und ohne Sorgen einen fröhlichen Karneval erleben."

Hat der Terror gewonnen?

Hinweis zur Nutzung des Arbeitsblattes

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Liebe Deutschlernerinnen und Deutschlerner!

Der Aufbau des hier vorliegenden Blattes ist komplexer und komplizierter als gewohnt. Wir wollten einerseits einen kurzen Einblick in den Kölner Karneval geben, andererseits natürlich den Charlie-Hebdo-Wagen thematisieren, der am Rosenmontag doch nicht mitfahren darf.

Der erste Teil des Blattes zum Video von euromaxx ist in erster Linie für die Stufen A2 und B1 gedacht. Sollten LernerInnen dem Thema "Fasching, Fastnacht, Karneval" noch nicht begegnet sein, können und sollten auch sie die Übungen unter I und II bearbeiten, oder sich wenigstens das Video anschauen.

Gruppen auf der Niveaustufe B2 und höher sollten sich mit dem zweiten Teil des Blattes beschäftigen und mit der Problematik Meinungs- und Narrenfreiheit auseinandersetzen. In diesen Text ist auch der Entwurf für den Wagen eingefügt, der die meisten Stimmen bei der Internetabstimmung bekommen hat. Lassen Sie Ihre Lerner über diesen Entwurf sprechen und ihn interpretieren. Ein Schwerpunkt des Arbeitsblattes ist die Diskussion über die Fragen: Was darf Satire?, Wo liegen ihre Grenzen?

Wir möchten hoffen, dass wir Ihnen den Umgang mit diesem Blatt nicht zu sehr erschwert haben und Sie alle dort Beiträge finden, die Ihre LernerInnen dazu bewegt, sich in deutscher Sprache zu einem schweren Thema zu äußern.

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