2014/06/24 - Chinesischer Supercomputer weiterhin an Weltspitze

Zweimal im Jahr werden zur Eröffnung der International Supercomputer Conference die schnellsten Computersysteme der Welt ermittelt. Die Initiative geht auf den Mannheimer Informatiker Hans Werner Meuer (gestorben im Januar 2014) zurück.

Der chinesische Großrechner Tianhe-2 (zu Deutsch Milchstraße 2) ist bereits zum dritten Mal in Folge der schnellste Comuter der Welt geworden. Der Computer befindet sich an der National University of Defense Technology in Guangzho. Er hat eine Leistung von 33,86 Petaflop/sec, übersetzt bedeutet das mehrere Quadrillionen Operationen in der Sekunde (1 Quadrillion = 124 = 1 000 000 000 000 000 000 000 000). Damit ist der chinesische Riese doppelt so schnell wie die Nummer zwei "Titan" aus Amerika.

Die Chinesen machen sich auch in der Supercomputertechnik immer unabhängiger von ausländischen Produkten. Die Prozessoren kommen zwar aus Amerika, aber die Platinen, die Netzwerktechnik und das Betriebssystem stammen aus China. Damit entwickelt sich das Land zu einem der Motoren der Zukunftstechniken, denn ohne solche Supercomputer sind Apples iPhone oder Googles Rechenzentren nicht vorstellbar.

Ein Stromsparmodell ist der Supercomputer allerdings nicht. Die Anlage verbraucht unter Last 17,6 Megawatt Strom, zur Kühlung braucht er weitere 6,4 Megawatt. Im Gegensatz dazu verbraucht aber der amerikanische "Titan" nur knapp mehr als 8 Megawatt Strom.

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